Und hier die Preisfrage: Was war das wichtigste gesellschaftliche Ereignis am letzten Maiwochenende 2005? Das DFB Pokalfinale zwischen den Bayern und Schalke 05(!)? – Knapp daneben! Formel Eins am Nürburgring ganz ohne Kreisverkehr? – Auch falsch! Oder etwa der diesjährige SPC-Clubausflug ins idyllisch gelegene Willingen im Sauerland? – Bingo!! Der Kandidat gewinnt den Hauptpreis und zwar den nagelneuen Swifferhund mit eingebautem Rechtsgewinde…

Ok, Ok, bevor es für alle Daheimgebliebenen schon jetzt zu kompliziert wird, diesen Ausführungen zu folgen, hier eine chronologische, absolut objektive und wahrheitsgemäße Berichterstattung unserer Presseabteilung:

Am letzten und gleichzeitig extrem sonnigen Wochenende im Mai machten sich sechs motivierte und ausflugserprobte SPCler auf den langen beschwerlichen Weg nach Willingen – fern ab von jeglicher Zivilisation und Bundesdeutscher Autobahnen. Namen spielen in diesem Bericht keine Rolle. Es wird nur darauf hingewiesen, dass sich unter den Teilnehmern ein Rohrwechsler, die Terrorente, ein buschiges Eichhörnchen, Lurchi, Wild Banana sowie der kleine Strolch befanden. Letzterer ist seitdem auf Willingens Tanzflächen auch als John T. bekannt.

Diese Gruppe von Superhelden traf also am Freitagnachmittag im gebuchten Willinger Hotel ein, welches noch eine Überraschung parat haben sollte. Dazu später mehr. Zum ersten Kontakt mit einer Eingeborenen kam es an der Rezeption. Die charmante Rezeptionistin namens „Schranke“ hatte entweder ihren ersten oder ganz einfach einen schlechten Tag. Trotzdem brachte man das Einchecken erfolgreich hinter sich, beförderte das Gepäck auf die geschmackvoll eingerichteten Zimmer („Die howwe en Baum in de Stubb’!) und fühlte sich direkt magisch angezogen vom hoteleigenen Biergarten, wo nicht nur die Sonne lachte! Auch die SPCler waren froh gestimmt, da sie von der Bedienung namens „Pause“ stets gut versorgt wurden und auch der DJ alles andere als unprofessionell war („Wünsch dir was, ich spiel’s eh net!“). So verbrachte man den frühen Freitagabend mit Getränken aus Erding, Small Talk mit verbotenen „B-Wörtern“ und einem Kellner aus Holland, der „schon mal was angezapft hatte“.

Nach der nötigen Körperpflege und dem Wechseln des Outfits stärkten sich die SPCler bei einem amüsanten Abendessen. In der ausgewählten Lokalität waren die Portionen so groß, dass man sie in einer Schubkarre serviert bekam und die Salatbar schien früher mal ein Aquarium gewesen zu sein. Alle waren begeistert, doch trotzdem zog es uns hinaus in das Willinger Nachtleben. Das „Brauhaus“ schien uns für den späten Abend eine angemessene Location zu sein, was sich im Laufe der Nacht auch bestätigte. Was Musik, Getränke und Publikum betraf, blieben keine Wünsche offen. Besonders auf den schnuckeligen „Puma-Man“ hatten wir alle direkt ein Auge geworfen. Zu später Stunde wechselte man noch einmal den Standort in die angebliche Szenedisko „S’lift“. Das Problem ist allerdings, dass die Presseabteilung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Herr ihrer Sinne war. Wahrheitsgemäße Berichterstattung also ausgeschlossen.

Aber es gab ja noch den Samstag! Ein gewöhnlicher Samstagmorgen begann: Ferngesteuert bewegten sich die SPCler in den Frühstücksraum, um bei Kaffee und Markklößchensuppe (kein Witz!) die Akkus wieder aufzuladen. Auf dem Weg in Richtung Biergarten kam es dann völlig unerwartet zu einer Begegnung der besonderen Art. Die Mannschaft des Bundesligaaufsteigers MSV Duisburg hatte sich in unserem Hotel einquartiert und wir wurden vom Keeper Georg Koch mit folgenden Worten begrüßt: „Männer, es ist ziemlich hell draußen. Unbedingt eincremen!“ Doch auch diese weisen Worte konnten uns nicht davon abhalten, uns für einige Stunden in der Sonne grillen zu lassen und dabei etwas für unseren Flüssigkeitshaushalt zu tun. Während sich auch die anderen Stars des MSV, wie z.B. „Dirk-Pokalzimmer-Lottner“, auf dem Gelände einfanden, ließen wir die letzte Nacht noch einmal Revue passieren („Wieso soll ich der die Zung‘ in de Hals schiewe, wenn…?“).

Unser Mittagessen nahmen wir später in einer umgebauten Kirche ein, wo wir die Höflichkeit der Willingen-Touristen live miterleben durften („Radler! Zack, Zack!“). Dies war eindeutig übertriebene Freundlichkeit, was uns dazu veranlasste, die Lokalität zu wechseln bis wir uns am späten Nachmittag wieder in unserem Lieblingsbiergarten einfanden. Hier gab es lediglich drei Personengruppen: 1. SPCler – 2. MSV – 3. Zahlreiche Junggesellinnenabschiede. Letztere belagerten regelmäßig unseren Tisch und führten Verkaufsgespräche, bis eine zukünftige Braut endlich den Mut hatte, den ältesten SPCler als Beifahrer mit auf ihr Pferd aufspringen zu lassen („Ride my pony!“).

Der Samstagabend verlief ähnlich wie der Abend zuvor, allerdings mit einem etwas anderen Ausgang. Der Startschuss fiel erneut im Brauhaus, wo ein SPCler diesmal den Körperkontakt mit einem kleinwüchsigen „Tanzflächenwachhund“ suchte, der leider nicht erwidert wurde. Also ging es per 1-Euro-Taxi den Berg hinauf ins „Lift“, wo man sich bis zum Sonnenaufgang als Masseur und Getränkewart des MSV ausgab. Lediglich ein SPCler hielt noch etwas länger die Stellung, um dann am frühen Morgen beim Almabtrieb die Strohballen ins Tal zu rollen (ich liebe diese Formulierung).

Sonntags war dann doch noch etwas Sightseeing angesagt. Ein kurzer Marsch zu Willingens Mühlenkopfschanze und ein koffeinhaltiges Getränk im Cafe „Aufwind“ sorgten für den nötigen Schwung, den wir für die Heimreise benötigten. Unterm Strich ein durchaus gelungener Clubausflug, der wieder einmal zum ordentlichen Füttern des Phrasenschweins geführt hat.

Willingen Part II nicht ausgeschlossen?!

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