Neulich fragt mich doch so’n Kantholzschlosser, warum das Ziel der alljährlichen SPC-Clubtour ausgerechnet Düsseldorf sein muss. Und das bereits zum 7. Mal seit der Jungfernfahrt im Jahre 1998!

Diese Frage lässt sich nach dem vergangenen Wochenende problemlos mit Hilfe einiger Gegenfragen beantworten:
Wo sonst kann man sich an einem Samstagnachmittag auf höchst amüsante Art und Weise am Rheinufer die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, während man die Bedienung konstant auf einem Puls von 200 hält? Wo sonst bewegen sich die Nachttische im Hotelzimmer morgens um 5 wie von Geisterhand? In welcher anderen Stadt bekommt man beim Frisör 8% Rabatt auf ALLE Dienstleistungen? Und an welchem Ort auf dieser Welt geht die Anzahl der Junggesellenabschiede praktisch gegen unendlich? Fragen, auf die es für uns nur eine korrekte Antwort geben kann: Düsseldorf am Rhein!

Gestützt wird diese These vom folgenden Bericht über die Ereignisse des letzten Wochenendes, die für unerprobte Leserinnen und Leser nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen werden können. Es sei denn, Sie sind im Besitz eines 256teiligen Bohrersets für 19,97 Euro sowie eines Hochleistungsakkubohrers („wie Strom aus der Steckdose“), von denen besonders die jungen Männer aus Zimmer 42 fasziniert waren.

Vergangenen Freitag am späten Nachmittag erreichten also neun SPCler mit Lenkfix am Steuer das attraktiv gelegene „Hotel Adobe“, umgeben von Trinkhallen, Fast Food Lokalen und dem Unisex-Frisör, zirka 100 Meter zur Partymeile in der Düsseldorfer Altstadt. Nach der Zimmerbelegung und der nötigen Körperpflege gab’s noch schnell einen Quickie mit einer bekannten 0,5 Liter Schönheit aus Bremen und einen Abstecher in den brandneuen König der Burger („Um die Eck‘ is ja noch oaner…“), bevor wir traditionell in den Diebels-Fasskeller in der Bolkerstraße einliefen. Zurück an alter Wirkungsstätte fühlte man sich auch direkt heimisch und übermittelte der Bedienung das Passwort: „Alt!“ Doch mit Entsetzen nahm man die Antwort der Mundschenkin entgegen: „Heute gibt’s keinen Hobel – ich komm‘ nicht dran!“ Darauf die völlig hemmungslose Äußerung am Tisch: „Soll ich dir einen runterholen?“Von diesem Zeitpunkt war spätestens klar, dass wir die Lacher auf unserer Seite hatten und die 0,2 Liter Gefäße wurden ab sofort in der Blutschüssel vom Miethe Heinz serviert. Der Freitagabend führte uns – siehe da – zum ersten mal auch in die bei den Einheimischen beliebte Ratinger Straße, wo man die zuvor gesammelten „Blinkies“ auf einer Skala von 1 bis 10 an das andere Geschlecht vergab („Die kriegt höchstens en‘ Viertel!“).

Es muss wohl gegen 1 Uhr gewesen sein, als das „Oberbayern“ seine Pforten für uns öffnete und es im Laufe der Nacht zu diversen Begegnungen der besonderen Art kam. Erwähnenswert ist an dieser Stelle der „Discofox-Crashkurs“ mit der Frau, die wie eine Tapete geschminkt war und deren Lippenstift beim Anblick für erhebliche Schmerzen in den Augen sorgte. Ebenso die beiden hessischen Schwestern, die schon mal für Mutter und Tochter gehalten werden und für die eine oder andere Diskussion zu begeistern waren (Wie war das mit den Eiern?). Den Bock aber schoss die blonde Studentin ab, die doch tatsächlich die Frechheit besaß, uns fürs Blasen 2 Euro abknöpfen zu wollen (Natürlich in den „Blas-O-Meter“, liebe Leser!).

Die erste Nacht ging zu Ende und der Samstagmorgen begann für die Herren in Zimmer 22 direkt mit einer lautstarken Überraschung: Neben Kehrmaschine und Straßenbahn war ein undefinierbares Geräusch aus der Mitte des Raumes wahrzunehmen, was auf eine dritte Person zurückzuführen war („Wer hat in meinem Bettchen geschlafen?“).

Am Samstagmittag rief man kurzerhand das „Fest der harmonischen Konvergenz“ an der Rheinpromenade aus und verfolgte dort das bunte Treiben zwischen Stubenfliegen, 3/4 Hosen zum 3/4 Preis und Hängeglocken („Da wär‘ ich gern Glöckner!“). Auch für die passende musikalische Unterhaltung war gesorgt. Nachdem die talentierte Mundharmonikaspielerin nach ihrem Stück „Spiel mir das Lied vom Tod“ mit den Worten „Bitte keine Zugabe!“ verabschiedet wurde folgte die aufgeweckte Nachwuchs-4er-Combo, bestehend aus Francesco, Fernando, Juan Pablo und dem Mann mit der goldenen Rassel. Leider konnte man das Quartett nach langen Vertragsgesprächen nicht für unsere 10-Jahr-Feier im Juli verpflichten.

Am Nachmittag begab man sich nach einem ausgiebigen Sonnenbad in die dunklen Katakomben des „Louisiana“ („Irgendwas mit „M“!), wo man die Bundesliga über Großbildfernseher verfolgte und dabei neue Kraft für den zweiten und letzten Abend zu sammeln, der mit einem Besuch in der ortsansässigen Cocktailbar begann, wo ein alter bekannter namens „Dr. Funk“ bereits mit seinen Kollegen auf uns wartete. Von nun an war es der Abend zweier Herren, die seitdem nur noch unter den Decknamen „V-Mann“ und „Der Ast“ bekannt sind. Die beiden machten – zusammen mit den anderen sieben – u.a. Bekanntschaft mit Superman im Hochzeitsrausch („Ich rauch net‘ – geb‘ mol Feier!“) und einer Gruppe geschäftsfähiger Händlerinnen mit Bauchladen („Was kost’n die Kist’?“). Seinen Abschluss fand der nächtliche Höllentrip widerum im Oberbayern („Groß?“ – „Jaaaaah!!!“) und endete mit der verdienten aber eher kurzen Nachtruhe.

Am Sonntagvormittag gönnte man sich neben einem letzten Blick auf den Rhein auch noch ein letztes Hefe, bevor man über einen Abstecher auf der „Veranda“ mit dem Flugzeugträger in den Heimathafen einlief.
SPC in Düsseldorf – Jetzt wissen Sie ja, wie das ist!

Zum Schluss ziehen wir noch einen aus der bunten Spruchkiste:
J.H.: „Des Teil is für den Hässliche do driwwe!“
Antwort Bedienung (weiblich): „Für welchen von den Beiden?“

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